„Wie man mehr Strom aus dem Wasser holen kann“
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellte 2011 die Erfindung von Josef Erlach vor: die horizontale Pelton-Turbine mit bis zu sechs Düsen, heute die Pelton-Turbine System Erlach.
„Senkrecht stehende Pelton-Turbinen können aus sechs Düsen angestrahlt werden / Die Gischt wird kanalisiert“

Ausschnitt aus dem Artikel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.09.2011, Foto Helga Lade. Alle Rechte bei den Rechteinhabern, das Bild steht nicht unter CC BY.
So überschrieb Georg Küffner am 13. September 2011 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung seinen Bericht über die Erfindung von Josef Erlach. Senkrecht steht dabei das Laufrad, die Welle liegt horizontal: Das ist die Pelton-Turbine System Erlach.
Küffner beginnt seinen Artikel bei der Jugend von Josef Erlach. Als Lehrling im Kraftwerk Kaprun erlebte er vier Pelton-Turbinen, die aus 860 Metern Fallhöhe 240 Megawatt erzeugen. Dann zeigt Küffner das Problem: Sechs Düsen ließen sich bisher nur bei vertikaler Welle um das Laufrad setzen, mit teurer Verteilleitung und aufwendigem Lager. Bei horizontaler Welle spritzt das Wasser zurück auf das Laufrad.
Der Tüftler Erlach, wie Küffner ihn nennt, fand die Lösung eher intuitiv: einen Ring auf der Achse, der das abfließende Wasser vom Laufrad fernhält. So verträgt die horizontale Maschine bis zu sechs Düsen statt zwei, gespeist aus Rohrstücken in Standardmaßen.
Den höheren Wirkungsgrad konnte Erlach belegen. Der Prototyp lief an der Hochschule Luzern bei Professor Thomas Staubli, der laut FAZ die Vorzüge grundsätzlich bestätigte und einen Markt für horizontale mehrdüsige Pelton-Turbinen sah.
Quelle: Georg Küffner, „Wie man mehr Strom aus dem Wasser holen kann“, Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 213, 13.09.2011, S. T 10. Der Artikel steht auf faz.net (online seit 14.09.2011) und als Druckfassung im F.A.Z.-Archiv, jeweils kostenpflichtig.